Donnerstag, 30. Juni 2011

was gut tut: "mir"

Manchmal, nicht oft, aber eben doch immer wieder mal, denke ich:
Immer bin ich für Andere da. Und was ist mit mir?


Wenn ich in dieser Phase bin, holt mich so schnell nichts mehr raus. Leider. Aber ich weiß mittlerweile, dass ich da einfach durch muss... und mit mir meine Familie...
Schritt für Schritt muss ich wieder das Schöne sehen, mit ganzem Herzen sozusagen. Die Dinge mit Liebe betrachten und wahrnehmen, was mir geschenkt ist. Mein Leben, das ich doch nach meinem besten Wissen und Gewissen gestalten kann. Sicher immer mal wieder ein wenig von der Realität eingeschränkt und zurück auf den Boden der Tatsachen gestellt... aber immerhin: mir ist es freigestellt, in welche Richtung ich gehe.


Mir treu zu sein. Meine Prioritäten zu setzen und sie auch aus ganzem Herzen zu bejahen, egal wer da vor mir steht. Meine Grenzen zu kennen und immer wieder neu auszuloten. Mir auch mal etwas zu gönnen. Und nicht im Selbstmitleid á la Immer bin ich für Andere da und was ist mit mir? zu versinken. Stricken ist da sehr heilsam für mich. Neben neuen Sandalen und einem leichten luftigen Kleidchen ;)


Es ist einfach dieses Masche für Masche, schön langsam voran kommen. Mir Zeit zu geben. Mir Lernprozesse zuzugestehen. Mir etwas zu stricken. Mit einem dankbaren Blick auf das Ganze, wie es hier im Blog-Header so schön beschrieben ist. Wirklich wahr: Masche für Masche mit mir zu sein.


Und es tut gut, dieses mir-etwas-zuzugestehen. Zeit. Neue Sandalen. Ein Kleid. Sonne auf der Haut. Ein Schluck Kaffee. Der Duft von neuer Wolle. Neue Stricknadeln. Füße hochlegen. Meine schlafenden kleinen Wunder betrachten. Kommentare auf meinen letzten Blogeintrag lesen :) ... so vieles.... und eigentlich freue ich mich, dass mein Strickprojekt ziemlich groß dimensioniert ist für meine Verhältnisse... denn um mich aus diesen kleinen fiesen "Immer bin ich für Andere da und wo bleibe ich?"-Phasen rauszuhelfen, tut mir das Stricken wirklich gut. Vor allem in neuem Outfit... es dreht sich also eigentlich doch recht viel um mir *schmunzel* Muss ich mir merken. Für die nächste Phase ;)

19 Kommentare:

  1. Schön, dass du die kleinen Wunder des Lebens genießen kannst.

    Und das gleiche Kleid habe ich mir letzte Woche auch geholt ;-)


    LG
    SelMama

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  2. Ich habe deine Stricknadeln bei einem deiner letzten Posts gesehen und war mir sicher - die muss ich auch haben, die wollte ich schon immer haben. Ich habe lange gezögert, weil ich genug billigere Metallnadeln habe, die ich so gut wie nie benutze. Aber dann dachte ich, was soll´s, bist halt auch ein visueller Mensch und magst natürliche Dinge, also tu´s und so habe ich mich im Kaufhaus fast eine Stunde (!) herumgeschlichen und überlegt, ob ich sie nun wirklich nehme oder nicht. Ich habe sie jetzt schon seit fast drei Wochen und freu mich, dass ich sie mir gegönnt habe. Benutzt habe ich sie noch nicht. Werde ich aber noch. Sicher. Alles zu seiner Zeit. Es tut einfach gut, auch als nicht-nur-Mutter zu leben, ich habe das selbst lange vergessen :).

    Liebe Grüße, nima noema.

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  3. herrlich, möcht mich gerne zu dir setzen;)
    solche Phasen hat glaube ich jeder mal..allerding ist mir einfach bewusst geworden, dass all das "für andere da sein" auch für mich ist und eigentlich das ist, was ich ja für mich will. aber so kleine momente ganz für mich alleine müssen auch mal sein;)
    ein Shalom Cardigan, toll!..ich glaube der wächst fast in jedem blog einmal heran..grins (weil er einfach toll ist!) ..ich glaube irgendwann trau ich mich da auch nochmal ran und deine Wolle finde ich übrigens einfach ganz perfekt dafür!!

    Ganz liebe Grüße
    JenMuna

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  4. solche Phasen hab ich auch. Wie gut, dass du damit schnell rausfindest!

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  5. schöne Sandalen hast du dir gegönnt...diese Momente des Zweifelns kenne ich auch...und bei mir hilft jeweils auch das Stricken. Das war übrigens schon immer so,als kleines Mädchen habe ich mich jeweils zu meiner Grossmutter gesetzt, wir haben zusammen gestrickt und ich konnte ihr meine Sorgen erzählen. Sie hat mir dann jeweils gesagt: Es ist dein Leben und wenn du auf dein Gefühl hörst,wirst du immer den für dich richtigen Weg finden.Bleib dir treu und lass dich nicht zu sehr von Anderen beeinflussen,jeder geht seinen eigenen Weg.
    Dieser Spruch begleitet mich nun schon mein ganzes Leben und hat mir schon oft geholfen.Liebe Grüsse Pia

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  6. Solche Phasen kenne ich gut, bei mir bahnt sich gerade so eine an... Zum Glück darf ich heute Abend ausnahmsweise die Kinder meinem Mann überlassen und mit Freundinnen Essen gehen :-) das hilft auch ;-) Deine Methode finde ich aber auch schön und deine Worte wieder einmal so treffend!
    Ganz liebi grüäss, anja

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  7. Wie schön! Ich wurde gerade von mehreren Leserinnen auf deinen neuesten Post verwiesen, der mir einen Weg aus meinem neuesten Seelenkoller.Tief weisen könnte, wo ich nicht mehr weiss, wo obe und unten sind und mich mir selber immer mehr entfremde... Schön, deine Gedanke, Maria. Ich spüre, dass mri diese Sichtweise im Moment eni bisschen abhanden gekommen ist...
    Und dein neuestes Projekt: Oh, Maria, das steht auch auf meine Liste, ganz, ganz weit oben! Ich danke dir für den Link... vielleicht mache ich auch gleich mit bei eurem gemeisamen Weg zum "Frieden zum Anziehen" *grins*...
    Ich grüsse dich aus der Düsternis mütterlicher Selbstzerfleischung (sorry, bin gerade ein bisschen morbider Stimmung *zwinker*)
    Bora

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  8. Tut mir leid; mal wieder 100'000 Tippfehler beim Comment oben...
    Du nimmst mir das nicht übel, ja?
    Bora

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  9. oh ja kenn ich... als mutter von drei so kleinen wuselwesen ist es nicht einfach zeit für sich zu finden!

    Lg Ka

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  10. Hallo Maria!
    Dazu fällt mir ein Zitat ein. Eine Freundin, die sich mit solchen Dingen tiefer befasst, hat mir erzählt, dass der bekannte Ausspruch von Jesus falsch übersetzt worden sei: Anstatt "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" heißt es im Original "Nur wenn du dich selbst liebst, kannst du auch deinen Nächsten lieben". Ich weiß ja nicht, ob das mit der Übersetzung stimmt, aber ich mag diese Version der Aussage sehr. Es bedeutet ganz klar, dass ich mich vor allem um mich kümmern muss, die erste Verantwortung für mein Gleichgewicht trage, für mein Ich-mich-selbst-empfinden; nur dann kann ich meinen inneren Frieden, mein Glück und alles Schöne mit anderen teilen und dadurch wachsen lassen, kann geben und empfangen. Ja, ich kann mich gut erinnern an die Zeit mit (sehr) kleinen Kindern, an tausend Dinge die zu erledigen sind, an kurze Nächte, an das Gefühl funktionieren "zu müssen" weil's ja auch keine Alternative gibt (welche denn? drei Wochen von allem weg und auf eine Insel? von dem weg, was man doch liebt und was ein Stück von mir selbst ausmacht?). Es ist manchmal einfach viel, alles zusammen. Da geht das "Ich" schon mal unter. Und es ist auch nicht so einfach, danach zu tauchen um es wiederzufinden. Gut, dass ein Wollfaden - beim Stricken - da gute Hilfe leistet. Bei mir waren es Farben und Papier. :)
    Sei lieb umarmt!

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  11. ich möchte mich echt zu dir setzen :-) sieht schön aus. liebe Grüße

    Maria

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  12. Liebe Maria,
    heute hast du mich wieder ganz persönlich angesprochen. Vielen lieben Dank!
    Ganz liebe Grüße von mir ganz persönlich für DICH!
    Melanie

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  13. Wenn man hinschaut, sieht man, was man hat...
    Schön, dass du so aufmerksam dir gegenüber bist - das versetzt einen erst in die Lage, aufmerksam gegenüber anderen zu sein.
    Tolles Kleid übrigens!!
    GLG
    Annette

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  14. Das neue Outfit ist sehr süß und Du sprichst etwas sehr Wichtiges an. Den Ausgleich. Die Balance. Egal ob Balance zwischen Familienzeit und Zeit für mich, zwischen geben und nehmen oder work-life-balance. Wenn die fehlt, läuft es unrund und ich werde immer unruhiger. Die Balance suche ich immer wieder beim Nähen und handwerklichen arbeiten und finde es daher völlig logisch, dass Dir Stricken so viel gibt. Schön, dass Du so einen wachen Blick für die guten Seiten hast. :-)

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  15. Vor drei Jahren hab ich im Geburtsvorbereitungskurs gesagt bekommen: "Geht's der Mami gut, geht's allen gut!" Viel ist von damals nicht hängengeblieben, dieser "Auftrag" allerdings schon. Und wenn ich mich mal wieder nicht entscheiden kann, für wen von meinen drei Lieben ich nun zuerst da sein soll, weil alle drei Bedürfnisse äußern, schau ich ganz kurz mal, ob nicht vielleicht ICH ein Schlückchen Wasser, ein Stückerl Schoko, drei ungehetzte tiefe Atemzüge o.ä. brauche, um mich dem "ganz normalen Wahnsinn" zu stellen. Tut mir auch immer gut.
    Alles Liebe,
    Katharina
    P.S. Werde ab Sonntag in die Sonntagsfreuden mit einsteigen!

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  16. Man kann die innere Ruhe nur dann finden, wenn man das Außen eine Weile abstellt. Dazu eignet sich das Stricken vorzüglich. Die Arbeit, die Du begonnen hast, sieht schön aus. Auch die Sandalen gefallen mir.

    Ich wünsche Dir viele Minuten nur für Dich und ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße, Gisela

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  17. Liebe Maria,
    herzliebe Wochenendgrüße für euch auf dem kreativberg ;-)
    Mögest du ausreichend Kreativmomente für dich finden, um dich immer wieder neu aufzuladen voll Glück, voll Licht, voll Wärme - Liebe.
    Und hab Dank fürs Teilen deiner Gedanken und deiner schönen Projekte.
    Herzlichst
    tüftelchen

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  18. dicke umarmung züruck über die gipfel der berge...ja leider kommen diese berge auch oft im leben vor,stellen sich in den weg und man muss sie erklimmen oder manchmal auch umgehen, um voran zu kommen*

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  19. @selmama: es ist super, dieses kleidchen, stimmt's :)
    @nima noema: die stricknadeln sind ein traum, du wirst den kauf sicher nicht bereuen ;)
    @holzchnopf und sybille: DANKE!!
    @fatradlasnotizblog: ich freue mich, bist schon verlinkt für den sonntag :)

    danke euch allen. ich freue mich so sehr über eure kommentare, jeden einzelnen. danke :)

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