Manche Dinge lernt man im Laufe der Zeit. Jahr für Jahr. Etwas von diesen lehrreichen Dingen ist bei uns die Apfelsaftherstellung. Damals waren wir auch nicht so ganz schlecht drauf, aber wenn wir es mit diesem Jahr vergleichen, waren wir heuer schon deutlich besser organisiert. Wir begannen beispielsweise (mit Hilfe von lieben Freunden) am frühen Morgen mit dem Sammeln der Äpfel - ohne Wespenüberfälle und von vorne herein mit selbstgebauten Hilfsmitteln, außerdem mit... Schutzkleidung ;) und als dann die Sonne kam, waren die beiden Kleinsten im Wagen für ihr Vormittagsnickerchen eingeschlafen und wir konnten alle gemeinsam (mit Ausnahme des großen Mädchens, das lieber in der Hängematte lag und mit ihrem Stoffhund spielte...) in den ersten Morgensonnenstrahlen die letzten Äpfel für unseren Apfelsaft des Jahres 2011 sammeln. Und das Verarbeiten zu Saft macht an einem kühlen Vormittag auch mehr Spaß als in der doch noch recht heißen Nachmittagssonne.
Apfelsaft machen ist etwas von den Dingen, die Jahr für Jahr wiederkehren, so das Wetter vor allem während der Blütezeit mitspielt. Es ist etwas so einfaches, das viel komplizierter in meinen Ohren klang, als es eigentlich ist. Mut machte mir dieses Buch, auch wenn darin nicht in allen Details alles beschrieben war, so kam in mir doch eine Ahnung davon auf, wie man Apfelsaft ganz einfach machen kann. Letztlich braucht man nur wenige Dinge, um sich sehr lange mit Apfelsaft versorgen zu können. Und ihn vor allem wirklich jahrelang - vermutlich jahrzehntelang - herstellen zu können. Es gibt Pressen, die mit Wasserdruck arbeiten (also Gartenschlauch anschließen) schon in kleinen Größen. Des weiteren benötigt man eine Art Mühle, in der die Äpfel grob zerkleinert werden. Ein großes Schaff, in das diese Häcksel fallen und Eimer, um den frisch gepressten Saft aufzufangen. Zum Aufbewahren gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Wir leeren all den Saft in große Edelstahlgefäße (gibt es auch in verschiedenen Größen, wir verwenden 50 und 75l Fässer), pasteurisieren sie mit einem Tauchsieder und schließen dann alles mit einer schwimmenden luftdichten Flüssig-Vaselineöl-Schicht ab, legen darauf einen Schwimmdeckel und verschließen das Fass dann mit dem normalen Deckel gegen Staub und Insekten. Der Saft kann dann später Kanne für Kanne entnommen werden und hält sich sehr gut. Wir haben bis weit ins Frühjahr hinein Saft, selbst wenn es ein schwaches Jahr bei den Äpfeln ist (bei uns gibt es nur alle zwei Jahre gute Ernte). Es ist nichts dabei, kein Zucker, keine Konservierungsstoffe... nichts. Die reine Natur. Und das macht die Arbeit Jahr für Jahr zu einer großen Freude. Sie lohnt sich. Und wenn jemand einen größeren Apfelbaum hat, gerne Apfelsaft mag und Lust auf's Selbermachen hat: ich kann es nur ans Herz legen. Es ist etwas Schönes, der eigenen Hände Arbeit genießen zu können. Und es macht nichts, ein klein wenig zu improvisieren: sehr professionell war unser "Schüttelhaken" nicht, auch das Jonglieren mit Äpfeln oder das Weitschießen von komplett fauligen am Boden aufgefundenen Stücken nicht... aber... lustig war's - und Spaß soll letztlich ja auch nicht zu kurz kommen ;)
... und wenn es möglich wär, tät ich euch unheimlich gern zu einem Gläschen frischen Saft bei mir hier oben einladen :)
Oh ja das würd mir schon gefallen ein Glas frisch gepressten Apfelsaft und die herrliche natur genießen das hat was. Aber danke für die Einladung. Habt viel Freude mit allem selbstgemachte das wünscht dir herzlich Ilse aus Wien.Lese sehr gerne bei dir mit.
AntwortenLöschenDiese Einladung würde ich zu gerne annehmen. Frisch gepressten Apfelsaft kenne ich noch aus meiner Kindheit. Meine Eltern haben die Äpfel mit einer Zentrifuge entsaftet. Lecker, lecker, lecker.
AntwortenLöschenDas hört sich wirklich nicht kompliziert an! Und wie gern würd ich auf ein Glas Saft vorbeikommen :-)
AntwortenLöschenAlles Liebe, Katharina
Frischer Apfelsaft ist was Gutes!Meine Großeltern hatten noch eine Mostpresse, gibt es sowas bei euch nicht auch in der Nachbarschaft? LG!
AntwortenLöschenLiebe Maria, von Eurem Saft würde ich gerne mal kosten. Der ist bestimmt superlecker. Die Apfelausbeute sieht gut aus. Mmh, wie gerne würde ich da reinbeißen. Wo Äpfel noch nach Äpfel schmecken!
AntwortenLöschenHerzliche Grüße, Gisela
Ja, liebe maria, gerade Äpfel erscheinen uns dieses Jahr besonders wertvoll.
AntwortenLöschenAber weißt du was? Wir haben sogar noch (wenig) gepressten Apfelsaft vom letzten Jahr - (die Äpfel haben wir bei einer Kelterei pressen lassen - der Saft wird dort auf Wunsch gleich pasteurisiert und vakuumiert, die Safttüte hat einen Hahn, und wenn man sie in einen passenden Karton steckt, kann man eigenen Saft zapfen.
Schöne Bilder hast du gemacht!
Liebe Maria,
AntwortenLöschenja, schön wieder da zu sein ;-) und auch wieder öfters bei dir zu sein ;-))))
Mhhhhh, legger, selbstgemachter Apfelsaft!
In Schweden hatten wir auch tolle Apfelbäumchen!!! Und haben Kompott und Marmelade (mit Preiselbeeren zusammen)gekocht.
Ich drücke dich lieb und schicke dir und den deinen herzliebe Grüße!
Dein tüftelchen
:-) und ICH würde soooofort kommen! :-)
AntwortenLöschenFür mich hört sich die Herstellung von Saft schon etwas kompliziert an. Aber da an unserem Baum wenn überhaupt gerade mal ein oder zwei Äpfel übrig bleiben die essbar wären; brauch ich mir da wohl auch keine weiteren Gedanken zu machen :-))
Viele Grüße
Willow
Bei uns wird nächste Woche Apfelsaft gepresst....und ich freue mich riesig...denn in diesem Jahr darf ich auch wieder nach Herzenslust von diesem herrlichen Getränk trinken. In den letzten Jahren musste ich jeweils etwas vorsichtig sein,da ich noch am Stillen war;-) Liebe Grüsse auf deinen schönen Berg. Pia
AntwortenLöschenSo schöne Bilder, toll. Bei uns zu Hause gibt's gekauften Apfelsaft, von der örtlichen Kelterei,
AntwortenLöschenmeine Schwiegermutter verarbeitet geschenkt Äpfel als Gelee, sehr lecker.
♥lichen Gruß
Bine
Eine reiche Ernte, wie man sieht. Ich finde es ganz wunderbar, wie man sich so zu einem Teil selbst versorgen kann und merke zunehmend, wie wir Städter uns von unserer Nahrung entfremdet haben. (Ich muss bei Gelegeneheit mal was darüber schreiben.)
AntwortenLöschenLG, Ingrid
Hallo,
AntwortenLöschenwir haben dieses Jahr auch Apfelsaft selber gemacht. Nicht in großen Mengen, denn wir nehmen einen Rohentsafter und erhitzen den gewonnen Saft dann im Topf. Wir wollen immer mal wieder Saft herstellen, denn bei den gelagerten Äpfeln muss auch mal aussortiert werden - die kann man dafür dann gut nutzen. Es ist toll, wenn man aus eigenem Obst und Gemüse sich ein Stück selbst versorgen kann! Einen herrlich schönen Tag wünsche ich dir noch,
Liebe Grüße
Stefanie
Ach, wie gerne käme ich auf einen Besuch und ein Gläschen vorbei... Ich liiiebe frisch gepressten Apfelsaft. Gerade letzte Woche haben wir in der Schule mit den Kindern und der Unterstützung unseres naturbegeisterten Heilpädagogen selber welchen gepresst - die Stadtkinder waren begeistert :-)
AntwortenLöschenGanz liebi grüäss, anja
selbstgerechter Apfelsaft ist so unglaublich lecker. der erinnert mich immer an meine Kindheit. da gab es den bei Oma und Opa. mittlerweile können die beiden nicht mehr so und uns fehlt (noch) die zeit das selber zu probieren. Ich freue mich aber schon sehr darauf und werd mir deine vorbereitsungstipps definitiv merken ;)
AntwortenLöschenschönen Abend, die subs
was für eine wunderbarer blog. gerade bin ich versunken in deiner bunten welt. ich wünsche euch alles glück der welt und werde hier nun wohl regelmässig lesen. danke alles liebe martina
AntwortenLöschenIhr seht so cool aus in der Schutzkleidung, ich musste ja mal schmunzeln wegen des Helmes, der aber mit Sicherheit gut angebracht ist.
AntwortenLöschenIch versuche einen TEil der Früchte zu Gelee zu verarbeiten, denn Apfelsaft kann ich wegen einer Unverträglichkeit nicht mehr trinken - jammerschade!
Liebe Grüße Andrea
oh da tät ich auch nicht nein sagen!:) der schmeckt bestimmt einzigartig lecker!
AntwortenLöschenich glaube dieses lernen oder dazulernen im kleinen wie im großen ist der lauf des lebens und einfach schön oder? alles wächst und entwickelt sich irgendwie immer weiter..ich bin so gespannt was wir noch alles tolles von eurem kleinen hof sehen werden!
JenMuna
Oh, da würde ich sehr gerne kommen. Frischer Apfelsaft schmeckt himmlisch.
AntwortenLöschenLieber Gruss
Bettina
Bei uns ist der Saft auch schon geflossen und mit Birne und Holunder verheiratet worden. Sehr lecker ... und beim Kartoffelfest bis auf den letzten Tropfen verkostet worden. Lecker wars, aber auch eine reichhaltige Ernte dieses Jahr.
AntwortenLöschenLG Anette
hört sich sowas von gut an!!! ich mag im nächsten jahr spalieräpfel pflanzen...mal sehen was dann dabei rauskommt!!! grüße!
AntwortenLöschenLiebe Maria,
AntwortenLöschendas finde ich klasse. Ich gebe zu, dass diese Aufgabe noch in den Händen meines Vaters liegt. Denn er sammelt und pflückt unsere Äpfel und bringt sie dann zum Apfelpressen. Wir machen den Saft nicht seöbst. Aber wenn ich das so bei dir lese, dann fände ich das schon toll.
Ganz liebe Grüße und trink ein Gläschen für mich mit :-)
Melanie
Weisst du, was ich jetzt tun werde?
AntwortenLöschenIch nehm mir ein Glas von unserem frisch gepressten Apfelsaft und setze mich in die Sonne. Und dann schau ich mir die Wolken an und geniesse mit Dir in Gedanken den Tag
Herzliche Grüsse
Elisabeth
Grins: "Unproffesioneller Schüttelhaken" auch hier :-) - am Sonntag bei der (Ur)oma im Garten beim Angriff auf den Pflaumenbaum - ganz egal, funktionerte und Spaß hat's auch gemacht.
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