Donnerstag, 10. November 2011

novemberfreude: nebel


Die letzten Tage waren nicht ganz einfach. Ich bin oft an meine Grenzen gestoßen. Ich liebe mein Leben hier oben. Ich mag sogar den Nebel, der sich oft ziemlich lange hält und durch das Tal zieht. Ich liebe es sogar, die halbe Nacht meine hustenden kleinen Schätze durch das Haus zu tragen. Es erinnert mich an die ersten Tage im Krankenhaus, in denen ich auch meine kleinen Wunder herumtrug auf der Kinderstation - einfach mit dem großen Wunsch sie zu beschützen vor all der Technik, die da sicherstellen wollte, dass eh alles passt. Dankbar einerseits für die medizinischen Möglichkeiten und andererseits auch skeptisch, ob es wirklich nur um das Wohl meiner Kinder ging und nicht nur um die Auslastung der Gerätschaften in einem kleinen Krankenhaus. Und ganz ähnlich ging es mir die letzten Tage. Gespalten zwischen dem Wunsch, meine Kinder zu behüten und mit Hausmitteln gesund zu päppeln und der Angst im Hinterkopf, möglicherweise etwas zu übersehen.



Das Wetter war und ist immer noch fantastisch. Sobald sich nämlich die Nebelschwaden aufgelöst haben, kommt für einige Stunden die Sonne über die Berge gekrochen und taucht alles in ein so wunderbar goldenes Licht, dass ich die Schönheit der Natur gar nicht fassen kann. Und doch ist es nur eine gute Stunde, die wir draußen verbringen. Drinnen ist es aber auch nicht schlecht. Unsere Herbst-Lichter  verbreiten ein gemütliches Licht in der Küche und das Vorlesen der wundervollen Geschichte des Schusters Martin, der in aller Einfachheit doch Großartiges leistet, macht mich ruhig. Und ich freue mich, weil diese Erzählung meiner großen Tochter genauso gut zu gefallen scheint wie mir (was bei weitem nicht immer der Fall ist). Ich mag es, ihren Nuss-Knack-Versuchen zuzusehen und muss über ihren sehnlichsten Weihnachtswunsch schmunzeln, einem Nussknacker nämlich. Einem eigenen und zwar einem solchen, wie er auch in diesem Buch abgebildet ist.


Und doch gab es da immer noch meinen Gedanken im Hinterkopf, der einfach nicht verschwinden wollte und so fuhr ich mit den beiden Kleinsten zum Kinderarzt in die Stadt. Nun, es war nicht einfach, was darauf folgte. Aber - eine leichte Lungenentzündung und eine schwere Bronchitis später sind wir zu Hause. Antibiotika wollen mit äußerster Kreativität in die spuckfreudigen Münder der kleinen Damen befördert werden. Nasse Wäsche hängt im ganzen Haus, um die Luft angenehm feucht zu halten und das Atmen zu erleichtern. Meine Hausmittelchen haben immer noch Hochsaison. Und doch ist da immer noch der einfache Schuster Martin, der mir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Da sind die kleinen Hände, die die selbst gesammelten Haselnüsse knacken wollen und es ist da wieder das kleine bisschen Farbe in den Gesichtern meiner kleinen Wunder, das mich glücklich macht.



Es ist eine Novemberfreude, auf diese Tage zurückzublicken. Einerseits natürlich, weil sie vergangen sind und wir auf dem Weg der Besserung sind, ganz deutlich spürbar. Und andererseits... auch, weil ich gemerkt habe, dass ich meinem Gefühl trauen kann. Weil ich gesehen habe, dass es tatsächlich Ärzte gibt, denen das Wohl des Kindes am Herzen liegt, die sich bemühen und wirklich sehr geduldig mit einem so kleinen Menschlein sind. Das war eine schöne Erfahrung. Eine Novemberfreude. Daran ganz ruhig denken zu können, macht die Nächte des Herumtragens bei Hustenanfällen wesentlich einfacher. So wie die Sonne, die heute schon am Vormittag beim Fenster hereinscheint und das Haus in ein goldenes Licht taucht. Der Nebel hat sich früher gelichtet draußen. Und in mir drin. Platz für Novemberfreude.

29 Kommentare:

  1. Liebe Maria,
    gut dass es wieder besser geht!

    Oh, wie gut kenne ich das mit dem eigenen Gefühl, dem Zweifel ob man darauf hören soll oder sich doch etwas einredet, hinterher dann manchmal "ich hab's ja gewusst innerlich, warum hab ich nicht früher darauf gehört" oder so. Ganz schön anstrengend manchmal, der innere Dialog mit sich selbst. Und doch: Erfahrung nach Erfahrung freundet man sich immer mehr mit dem eigenen Bauchgefühl an, das ist schon etwas Besonderes!
    Ganz liebe Grüße und weiterhin Genesungswünsche!

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  2. Hoffentlich sind alle bald wieder ganz gesund!
    Ich mag den Nebel auch - so schöne Bilder wieder mal!
    LG Steffi

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  3. Hallo!

    Ich wünsche euch eine Gute Besserung und danke für den schönen Post und die tollen Fotos.

    Liebe Grüße Eva!

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  4. Mein Mann erforscht gerade den Nebel und radelt jeden Morgen zur Wetterstation, um die Flüssigkeit, die sich im Nebelsammler gebildet hat, aufzusammeln und mit ins Labor zu nehmen.

    Deinen kleinen Wundern gute Besserung!

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  5. Oh ja,diese Zweifel am Bauchgefüh kenne ich auch...aber ich bin auch immer wieder überwältigt vom natürlichen Mutterinstinkt...da scheint es doch ein Band zu geben zwischen Mutter und Kind...
    Ich wünsche deinen Kleinen rasche Besserung und dir ein paar erholsame Schlafstunden. Liebe Grüsse Pia

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  6. Liebe Maria, dem Bauchgefühl kann man eigentlich immer trauen. Aber es ist gut, einen Arzt zu Rate zu ziehen, damit nichts schief gehen kann. Alle sind auf dem Wege der Besserung - es braucht halt seine Zeit. Ich wünsche Dir baldige Ausheilung, damit Du die Herrlichkeiten um Dich herum noch besser genießen kannst. Die Aussicht in den Nebel ist einfach nur schön! Danke für die tollen Bilder!

    Liebe Grüße, Gisela

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  7. Ich kann dich gut verstehen, mir gings gerade ähnlich mit meinen (zum Glück nicht mehr) kranken Kindern. Auf den Mutterinstinkt ist zum Glück meist Verlass :-)
    Deinen Kleinen noch eine vollständige Genesung und dir weiterhin Freude an den "kleinen" Dingen. Ganz liebi grüäss, anja

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  8. ... ja da sieht man immer wieder ...wir Mütter haben ein gutes Bauchgefühl und Instinkt was unsere kleinen Betrifft ♥ sehr innig ist alles und keiner außer einer Mama kann es nach voll ziehen;)
    Du machst es richtig ...

    Drück Dich Marion

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  9. wie gut, dass wir sie haben, diese intuition! ich wünsche deinen beiden baldige genesung und finde es immer wieder aufs neue eine wahre freude (nicht nur im november) bei dir zu lesen,
    liebe grüße
    ramona

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  10. Lustig, Greta hat vor Kurzem bei ihrer Uroma unbedingt den Nussknacker mitnehmen wollen, und klar hat sie ihn bekommen (wie uromas eben so wundervoll sind!) und sie knackt täglich was die nussberge hergeben!!! herzliche grüße und schön dass es euch besser geht...kristina

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  11. Wie immer ganz wunderbar beschrieben hast Du Deine Gedanken und Gefühle. Danke dafür.
    Danke auch für die vielen wunderschönen und stimmungsvollen Photos.
    Es ist immer wieder bereichernd, bei Dir zu lesen.
    Bitte mache weiter so - in allen Belangen, und vertraue ganz ruhig DIR.


    GLG Elena

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  12. Ein Bauchgefühl zu haben ist was tolles. Man muss aber ganz doll aufpassen, daß einem in unserer Zeit dieser wertvolle Schatz nicht abhanden kommt.
    ♥liche Grüße und weiterhin gute Besserung,
    Bine

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  13. Gute Besserung wünsche ich und danke für die wunderbaren Bilder und die Gedanken, die du mit uns teilst!

    Herzliche Grüße
    Regina

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  14. Trotz dieser schwierigen Situation siehst du noch die Schönheiten der Natur. Diese erste Foto ist ganz besonders schön mit seiner bläulichen Nebelatmosphäre. Wie gut, dass du alle diese kleinen Dinge siehst, die dir Trost spenden und dich glücklich machen trotzdem.

    Deinen Kindern, besonders den beiden kleinen wünsche ich herzlichst 'Gute Besserung'. Beruhigend, dass sie schon eingetreten ist. Du hast es genau richtig gemacht: Hausmittel eingesetzt, aber auch einen Arzt konsultiert. Manchmal geht es leider nicht ohne Antibiotika, wenn man größeren Schaden verhindern will.
    Alles Liebe,
    Ingrid

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  15. Zuerst einmal den beiden Kleinsten Eurer Familie gute Besserung und Euch allen alles Gute und viele schöne Herbsttage in Eurer Idylle.
    LG, Erna

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  16. frau siebensachen10. November 2011 17:16

    wie gut, daß es aufwärts geht.
    und wie gut, daß du einen so arzt gefunden hast! der auf die kinder guckt und nich nach 'schema f' verordnet.

    (ich habe damals einges, was ich im krankenhaus mitbekommen habe, wirklich als machbarkeitswahn empfunden. und auslastung der geräte ist auch nicht schön.)

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  17. Ich hoffe ganz feste dass es deinen kleinen bald besser geht! und deine Bilder sind einfach immer wieder aufs Neue ein unglaublicher Augenschmaus.. und dieses mal ganz besonders! Als wir einmal in Marokko waren (im heißen heißen Sommer) wurde mein Sohn krank..Fieber, kaum ansprechbar usw.. die Ärzte konnten nicht helfen. Letztendlich half ein Kraut Namens "Khansa", was soviel wie "stinkig":)heißt und das war es auch..aber siehe da, nach einer Anwendung war er fast wieder "normal! Solche Erlebnisse gab es mittlerweile viele und haben in mir schon lange das Interesse nach mehr "wissen wollen" geweckt;)..eine Lungenentzündung ist ja allerdings nochmal ein anderes Thema..ich hoffe es geht bald allen wieder gut bei euch!!
    alles Liebe
    JenMuna

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  18. Wie gut, dass dir dein Gefühl das Richtige zugeflüstert hat! Ich hätte genau wie du gehandelt - und nun drücke ich die Daumen, dass deine drei kleinen Wundermädchen bald wieder ganz gesund sind.
    Und bitte, pass auch auf dich auf! Es ist sehrsehr viel, was du leistest. Meine große Bewunderung für dich.

    Deine Bilder sind wunderschön. Diese Farben ...

    Lieber Gruß
    Elke

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  19. Gute Besserung für deine Mädels. Bestimmt sind sie bald wieder ganz gesund, so gut wie sie von dir gepflegt werden :-) Und danke für die tollen Bilder, das ist Urlaub für meine (Großstadt)-Augen.
    Lieben Gruß
    Sabine

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  20. Hallo meine Liebe,
    es geht nichts über den Instinkt!! Und auch ich verlasse mich sehr oft auf meinen! Fast immer zu recht! Es hört sich wirklich nach einer sehr anstrengenden Zeit für Dich an! Aber es ist auch schön zu lesen, wie Du das beste aus der Situation machst und den Tag liebst und lebst!
    ♥ Sandra

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  21. Die Fotos sind einfach ein Traum ♥ Ein wenig wie aus einer anderen Welt! Ich wünsch deinen Mädeln gute Besserung und dir ganz viel Kraft und viele weitere Novemberfreuden!

    Danke fürs teilen!

    Ganz liebe Grüße
    nima

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  22. Muttergefühl oder "Urinstinkt" sind schon was ganz faszinierendes :)
    Diese INNEREN Zweifel gehören dazu um jedes kleine Signal wahrnehmen zu können und nicht zu sicher in seinem Hausmittel-Handeln zu sein.
    Du machst das ganz toll ...
    Was ich dir aus meinen Erfahrungen sagen kann (hab aber "nur" 4 Einzelkinder und keine Zwillinge)- bevor man sich richtig an diesen Sorgenzustand gewöhnt hat, ist er zum Glück wieder vorbei.
    Bei mir war es bis jetzt so: Desto schwieriger gesundheitlich die ersten 3Jahre umso leichter die nächsten 5-7Jahre (mehr Erfahrungsjahre sind es noch nicht :))
    Da man mit feuchter Wäsche, Zwiebelsäckchen und Co eh nix verkehrt machen kann, machst du das ganz richtig und es wird den 3Damen bald wieder richtig gut gehen.
    Schönes Wochenende
    Nicole

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  23. Ich kenn das, diese Gratwanderung zwischen "Ach, das wird schon werden, es braucht halt nur Zeit..." und den Sorgen, etwas Ernstes zu übersehen. Wie gut, dass ihr einen aufmerksamen Arzt gefunden habt, sowas erleichtert das Leben sehr. Ich wünsch Euch allen, dass diese kräftezehrende Zeit bald überstanden ist, und ihr Euch noch ein wenig am November draußen erfreuen könnt! Alles Liebe, Katharina

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  24. Gute Besserung den beiden kleinen Damen!

    Liebe Grüsse Marianne

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  25. Gute Besserung auch von mir!
    Ich bin auch ein großer Fan von Hausmittelchen, aber manchmal muss man doch auf sein Bauchgefühl hören!

    Um die Umgebung die dich umgebibt beneide ich dich immer beim Lesen deines Blogs - da merke ich immer in was für einer Hektik ich lebe!

    Eine geruhsame Nacht
    Klara

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  26. Das erste Foto sieht wie ein Gemälde aus - wie immer wunderschön!
    Ich hoffe, dass es Deinen Kleinen bald wieder ganz gut geht! Liebe Grüsse, Martina

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  27. Das erste Bild/Foto ist ja eine Wucht. Ich habe gleich eine Gänsehaut bekommen, da ich den Nebel schon spüren konnte.
    Liebe Grüsse Senna

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  28. ja, das ist eine gratwanderung zwischen bauchgefühl und vernunft. manchmal reicht es ja auch schon, beim arzt gewesen zu sein, antibiotika im schrank stehen zu haben und dadurch die eigene sicherheit wiederzugewinnen, die den kindern auch schon sehr hilft.

    so schöne fotos übrigens...

    gute besserung &
    liebe grüße,
    liessi

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  29. Er ist so schön der ziehende Nebel. Und die überraschungen, die er birgt!
    Ich wünsche dir viel Kraft für die Pflege der Kinder und ihnen gute Besserung. Die ersten sieben Jahre sind immer am Aufreibendsten, was die erkältungen betrifft. danach haben sie sich ein eigenes Immunsystm aufgebaut, so den man sie lies, und es wird ruhiger...
    Ich war froh, es überstanden zu haben, die Nächte ohne Schlaf und das Gefühl, in eine Krankenstation zu kommen, wenn man das Haus betritt..und jetzt geht es wieder los :))
    Herzliche Grüsse auf deinen Berg!
    bea

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