Mittwoch, 23. Mai 2012

guter hoffnung bleiben...

Gestern war ich zur Kontrolle beim Arzt. Ich mag diese Termine alle paar Wochen, ich freue mich darauf und bin dankbar, dass bisher alles einfach genauso war/ist, wie es sein sollte. Ich mag es, im Wartezimmer sitzend den Blick aus dem Fenster schweifen lassen, in den Zeitschriften zu blättern oder auch so manchem Gespräch der anderen wartenden (meist) Frauen zu lauschen. 
Gestern also saß ich da nach einem eher anstrengenden Tag mit stürmischem Wetter und ähnlich gestimmten Kindern und las mich in einem Magazin durch eine Auflistung von Traditionen bei Hochzeiten und wunderte mich insgeheim darüber, welchen Aufwand so manches Paar bereit ist, auf sich zu nehmen (man bedenke drei Outfits für die Braut an diesem Tag!). Wie auch immer - ich blätterte hin und her, sah mal wieder aus dem Fenster und lauschte auch ein wenig dem Gespräch meiner zwei Kolleginnen im Wartezimmer. Die eine in Erwartung des ersten Kindes, die andere mit schon etwas mehr Erfahrung in der siebenten (!!) Schwangerschaft. Es war nicht zu überhören, in welcher Euphorie sich die junge Frau auf ihr erstes Kind freute - genauso wenig wie das scheinbar unstillbare Verlangen der anderen Mutter, dieser jungen Frau einen ernüchternden Blick zu verpassen. Sie schilderte ihre Geburten in allen Details, erzählte vom Tod drei ihrer Kinder und beendete ihren langen Bericht mit dem Satz: "Ach was, bei Ihnen läuft sicher alles besser." 
Ja... und ich? Ich war hin und her gerissen zwischen einem "Jetzt halten Sie doch endlich die Klappe und lassen Sie diese arme junge Frau in Ruhe!!!" und einem permanenten sehr starken Bedürfnis, mich einfach "rauszuhalten". Fast schon aus Selbstschutzgründen, denn die ganzen furchtbaren Schilderungen gingen auch mir sehr nahe. Ich klammerte mich fest an die Hochzeitstraditionen im deutschsprachigen Raum und war unglaublich erleichtert, als die Frau endlich das Wartezimmer in Richtung Untersuchungsraum verließ. Die junge Mutter blickte stumm aus dem Fenster und ich wurde auch wieder ruhiger. Bis ein Schluchzen die Stille durchbrach. Und dann musste ich meinen "Ich halte mich da raus"-Trip abbrechen.


 Ich versuchte mein Bestes zu trösten, ärgerte mich aber unglaublich über mich selbst, weil ich nicht doch etwas gesagt hatte vorher, opferte meinen gesamten Vorrat an Taschentüchern und bekam glücklicherweise auch gute Unterstützung von der Ordinationshilfe. Die junge Frau wurde ruhiger, konnte sogar lächeln, als ich ihr von diesen wunderbaren kleinen Zehen und Fingerchen erzählte, die man da nach der Geburt bewundern kann.  Auch der Arzt wirkte dann beruhigend auf sie (und später dann noch auf mich) ein - trotzdem: etwas ist mit diesen Erzählungen kaputt gegangen. Und daran haben nicht pränatale Untersuchungen, Komplikationen oder eine schwierige Geburt "Schuld", sondern Worte. Von denen man nicht weiß, ob sie wirklich alle so ganz genau stimmen und deren Hintergründe man nicht kennt.  Vielleicht hat es der erzählenden Frau auch Erleichterung verschafft - wie sagt ein altes indianisches Sprichwort so schön? Man soll erst mal ein paar Monde in den Schuhen des anderen gehen, bevor man über ihn urteilt - oder so ähnlich.
Für mich spüre ich immer deutlicher: es ist gut, wenn ich den Blick auf das Schöne und Gute lenke, für mich persönlich, aber auch für jene, mit denen ich ins Gespräch komme, weil sie selbst ein Kind erwarten und von Erfahrungen hören möchten. Es geht nicht darum zu beschönigen oder falsche Tatsachen vorzugaukeln - aber es geht darum, so zu erzählen, dass man selbst guter Hoffnung bleibt. Ein Leben lang. Nicht nur während dieser besonderen 40 Wochen.


Kommentare:

  1. Danke, danke, danke für Deine Worte!

    Ich lese schon länger mit und freue mich über Deinen Blick auf die Dinge, den Du uns hier erzählst.

    Schöne, wahre Worte!

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  2. vielen dank für deinen beitrag! die vielen entmutigenden worte, die gerade die frauen selbst füreinanander übrig haben, wenn es um schwangerschaft und geburt geht, haben mich in meiner schwangerschaft immer wieder so gestört und ein bißchen wütend gemacht. dein erlebnis erinnert mich an ein gespräch in einer küche während einer party - ich war dort hochschwanger und mehrere andere frauen übertrafen sich in den erzählungen über ihre geburten an schrecklichkeiten. ohne etwas schönes zu erwähnen, ohne rücksicht auf mich zu nehmen. ich verließ den raum, ließ das ganze nicht an mich heran - und hatte eine wunderbare geburt. etwas, das so oft keiner glauben kannn, wenn man davon erzählt...
    linnea

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  3. Das hast du sehr schön geschrieben! Ich bin eine Einmischerin, ich mag sowas ja mal gar nicht und senfe immer was dazu! Ich wünsche dir viel Kraft weiterhin. Ich bewundere dich wirklich, wie du das alles schaffst!

    Ganz liebe Grüsse aus Norwegen, Maja

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  4. Oje... Ja, ich sehe das auch so wie du! Nichts schön reden, aber positiv bleiben. Aufbauen anstatt abbauen...
    Ganz liebi grüäss und alles alles Liebe, anja

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  5. Oh je - ich bin ja ein sehr impulsiver Mensch und ich hätte mich da nicht raus halten können! Ich hätte ihr gesagt dass sie die Klappe halten soll!
    (evtl hätte ich es später bereut) aber manchmal muss sowas dann einfach mal raus!
    Schön das du die junge Frau beruhigen konntest...

    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!

    Liebe Grüße
    Klara

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  6. Liebe Maria,
    schon seltsam, was frau manchmal so
    im Wartezimmer der Frauenärztin zu hören bekommt.
    Icfh war gestern auch :-)
    Zwei Damen haben sich auch lauthals darüber unterhalten,
    wie froh sie doch sind,
    dass sie das mit den Schwangerschaften
    und Geburten hinter sich hätten.
    Hat mich verwundert. Denn ich genieße es durchaus!
    Sie haben wohl nicht bemerkt,
    dass ich auch so ein kleines Wunder unterm Herzen trage ;-)

    Aber harmlos gegen deine Geschichte!
    Deine Geschichte ist ganz schön traurig.
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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  7. ich muß gestehen, daß ich die Schwangerschaften und die Geburten auch nicht besonders hervorheben möchte, aber einer Erstgebärenden Schauermärchen zu erzählen ist nicht fair. Ja man ist dann immer in einer Zwickmühle : Einmischen, oder lassen. Ich glaube, daß vorsichtige Aufklärung okay ist, aber nicht Horrorszenarien. Ich glaube aber auch, daß es schöner ist, sich an dem Glück der anderen zu freuen, anstatt sie zu frustrieren. Ach wie gut, daß Du in der Nähe warst und sie auffangen konntest, auch wenn leider ein paar Worte wohl hängen geblieben sein mögen. Aber ich denke, daß es so wichtig war, auch ein tolles Beispiel zu sehen!
    Ja und dass Geburten nicht immer einfach sind, das wisse auch Erstgebährende schon ohne die miesen Geschichten.
    Ich hoffe, daß es Dir so gut geht, wie Dein Bauch ausschaut! So ein Bauch lädt schnell mal zum Baby-fühlen ein... welch ein Wunder jedes mal wieder! Ich staune bei so kleinen JEDES MAL WIEDER und frage mich wie das sein kann...
    Ganz liebe Grüße Tinki

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  8. Genau so eine Situation ist mir auch passiert als ich schwanger war. Da hat mir eine entfernte Bekannte auch ungefragt lauter so Horrorgeschichten aufgetischt. Sie hat dabei überhaupt nicht bemerkt wie ich immer abweisender wurde, nicht mehr richtig zuhörte und versuchte das Gespräch abzubrechen. Dann musste ich auch laut werden und SEHR deutlich machen, dass ich so etwas nicht hören wollte, dass wir zwar klar ist dass so etwas passieren kann aber dass es wohl reicht, wenn ich mich dann schlecht fühle wenn so etwas passiert und nicht vorher. Sie war dann total entsetzt von meiner Direktheit, weil sie es doch nur gut meinte... Was soll man da noch sagen?
    Ich finde es passieren genug Unglücke und es gibt genug sorgenvolle Zeiten, da muss man nicht noch Zeit mit Unkenrufen verschwenden!
    Ganz liebe Grüße und eine weitere wundervolle Schwangerschaft wünsche ich dir liebe Maria! Gesche

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  9. Manche Leute sollte man echt auf den Mond schiessen :)
    GLG Shippy

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  10. leider sind menschen oft so.......
    liebe grüße......
    mona

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  11. Mir ist das auf der Wochenbettstation passiert, meine Zimmergenossin hatte ihr Baby am Tag vorher bekommen und diskutierte mit einer Freundin wie schlimm alles gekommen war (sie war topfit und das Kind kerngesund). Ich lag da und sollte bald niederkommen.
    Ich habe nichts gesagt, hatte aber solch eine Wut in mir.

    Als es dann losging hab ich der Hebamme erklärt, dass es überhaupt nicht losgehe, ich hätte nur Bauchweh, bräuchte einen Einlauf und würde danach auch nochmal ne Woche nach Hause gehen! :-) Ihr Lächeln darüber hat mich nochmal seeeehr wütend gemacht.

    Ich erzähle auch so gerne von den beiden Geburten. Es waren die überwältigensten, mächtigsten, heiligsten und stärkendsten Erlebnisse meines Lebens. Schmerzhaft und schön und überhaupt nicht zu begreifen.
    Ich erzähle also voller Begeisterung, aber ich kann mich erinnern, dass meine schwangere Freudin trotzdem eher geängstigt davon wurde.

    Man sollte sehr taktvoll mit Schwangeren reden und sich zurücknehmen, glaube ich.
    Ach du. Du mit deinem. *schnüff* Es ist so schön ein Kind zu haben. Ein Baby!

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  12. Das ist wohl immer eine Gratwanderung mit der Einmischung. Schön, dass du die Frau noch trösten konntest. Schade für die junge Frau, dass sie das erleben musste. Leider gibt es immer wieder solche Menschen die überwiegend nur Negativ-Erfahrungen weiter geben. Und schön, dass du deine Blicke auf das Schöne richtest und gute Hoffnung sollte wirklich ein lebenslanger Begleiter sein.
    Herzliche Grüße Sabine

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  13. ... ich kann wieder nur mit dem Kopf schütteln:(
    Klar hat jeder sene Erfahrungen und vielleicht auch nicht immer gute * ich weiss *
    aber das muss ich doch nicht einer werdenden Mama erzählen!

    Ich kann nur sagen ... ich habe jede Schwangerschafft genossen vom Essen *lach* bis zu den Auswölbungen am Bauch * durch die Füßchen und Händchen *
    ja ...und sogar die Wehen ..da ich es nicht mehr erwarten konnte das Wunder zu sehen ♥

    Einen wundervollen neuen Tag wünsche ich Euch Bussi Marion

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  14. Lange schon lese ich deinen Blog, weil ich deine Art zu schreiben so sehr mag. Dein Erlebnis von gestern nun hat mich dazu bewogen auch mal etwas zu schreiben. Ich finde es sehr rücksichtslos einer Schwangeren Horrorgeschichten von Geburten zu erzählen. Egal ob man das erste oder das dritte Kind erwartet. Es zerstört einfach die besondere Zeit in welcher man sich als Schwangere befindet.
    Leider muss auch ich derzeit viele dieser Geschichten hören. Als Zwillingsschwangere muss man ja schließlich ausreichend über die Horrorszenarien informiert sein. So jedenfalls die Meinung meiner Umwelt. Auch darum liebe ich deinen Blog so sehr. Denn der Alltag scheint auch mit Zwillingen gut zu bewältigen zu sein.
    Ich bin eher eine Einmischerin. Wenn mir jedoch weniger schöne Dinge erzählt werden fehlt mir oft der Mut meinem Gegenüber meine Meinung dazu zu dagen. Dann wünschte ich mir jemanden wie dich in meiner Nähe...

    Ich wünsche dir noch eine wunderbare Restschwangerschaft,
    Nicole

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    1. Oh ja, Zwillingsmütter haben das besonders "nötig" *grins*
      Zwillinge sind wunderbar - ein doppeltes Wunder, ein doppeltes Geschenk!!!!!

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  15. Unglaublich, dass man mit dem siebenten Kind so unsensibel sein kann. Ich kann gehöre zwar leider auch zu der Seite, die erzählen "könnte", habe aber den Vorteil, dass die eigentliche Geburt rückblickend wunderbar war. Dem Freundeskreis, der von den nachträglichen Komplikationen weiß und dennoch Erfahrungsberichte möchte, berichte ich zwar vom "danach" auch ungeschönt (und das ist tatsächlich das einzige, was mir bei meiner eigenen Aufarbeitung hilft), aber mir bleibt dennoch immer vom Wunder der Geburt berichten zu können, die so unproblematisch wie im Bilderbuch war, viel weniger schmerzhaft, als ich mir das als Erstbegärende ausgemalt hatte und vor allem schnell, wie der Wind.

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  16. Was Worte so anrichten....
    Weil eine einfach nicht die Klappe halten kann, unbedingt sich selber (nicht immer unbedingt ihre Erfahrungen) mitteilen will.

    In meinem Hauptjob habe die Chance (m)eine alternative Sicht auf Geburt und was danach alles folgt an andere Eltern weiterzugeben bzw. mit ihnen zu teilen. Und auch ich kann von ihnen etwas lernen. Wir lernen alle voneinander.
    Aber was ich immer versuche zu vermitteln ist eine gute, eine hoffnungsvolle Sicht auf die Dinge.
    In diesem Sinne
    ganz liebe Grüße
    Amelie

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  17. Unglaublich, dass eine einzelne Person mit ihren unbedachten Worten ein ganzes Wartezimmer, samt Praxispersonal aus dem Gleichgewicht bringen kann! Ich bin aber sicher, dass ihr der jungen werdenden Mutter helfen konntet.
    LG, Micha

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  18. Ich bin hin und her gerissen, zu wem ich in deiner Erzählung halten soll. Einerseits finde ich es schade, dass die Frau mit den sieben Schwangerschaften bei der anderen jungen Frau etwas zerstört hat, von dem, was diese junge Frau erfüllte.
    Andererseits erinnere ich mich an meine erste Schwangerschaft, besonders an den Geburtsvorbereitungskurs und die Hebamme, die immer nur mit "schönen" Worten vom Erlebnis Geburt erzählt hat. Klar wusste ich um die Schmerzen und all das, wenn ich es mir auch nicht vorstellen konnte, wie es sich anfühlen würde. Aber in mir entstand ein Bild, wie meine erste Geburt ablaufen würde, selbst wenn es zum Kaiserschnitt kommen sollte.
    Ich habe es anders erlebt, ganz anders, nicht nur die Geburt als solches, die mit einem Notkaiserschnitt endete, sondern die Stunden und Tage danach zunächst mit der Angst und Sorge ob unser Kind überhaupt würde leben dürfen, dann mit der Angst und Sorge, was denn nun ist, was würde zurück bleiben. Heute haben wir einen gesunden 7,5 jährigen Sohn, dem man so nichts mehr von dieser Zeit damals anmerkt, der aber sein Päckchen im Leben zu tragen hat, auch heute noch!
    Ich hätte mir gewünscht, dass ich anders vorbereitet worden wäre, nicht so gefühllos und taktlos wie diese Dame im Wartezimmer bei dir, aber auch, dass es nicht nur "einfach", gesund und normal verlaufen kann.
    Bei meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich dann lange überlegt, ob ich überhaupt nochmal zur Geburtstvorbereitung gehen will, ich hab's getan und nicht bereut. Einfühlsam und behutsam hat diese Hebamme uns schwangere Frauen darauf hingewiesen, dass es bei jeder Geburt Gefahren, Risiken geben kann, dass es eben auch mal nicht "normal" laufen kann, ... ich habe in diesem Kurs manche Träne vergossen, aber ich war dankbar, dass es jemand ausgesprochen hatte und ich mit meiner Angst, dass es wieder so kommen könnte nicht alleine da saß. Es folgte eine "Bilderbuchgeburt" beim zweiten und auch beim dritten Kind, ...

    Heute bin ich froh um all diese Erfahrungen, ich wäre aber auch froh gewesen, wenn ich nicht so jungfräulich und unbedarft in die erste Geburt hätte gehen müssen.

    Dir wünsche ich einfach alles Gute für dein wachsendes Wunder und für dich und dazu die nötige Kraft für deinen Alltag auf dem Berg mit deiner tollen Familie!

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    1. Ja, das ist eine Gratwanderung, dieses "Beschönigen" und "Angstmachen"...
      und weißt du, so eine "Bilderbuchgeburt"... das hätt ich auch gern mal :) - deine Worte machen mir Hoffnung!!!

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  19. Oje, wie schade. Natürlich müssen solche schlimmen Erlebnisse verarbeitet werden, aber so?...
    Viele liebe und positive Grüsse!
    lealu

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  20. Wie du schon sagst, sollte man jemanden nicht vorschnell verurteilen.
    Wenn das denn stimmt was die Frau so erzählt hat, hat sie mein volles Mitgefühl.
    Andererseits, finde ich sollte man darauf achten wann und wem man was erzählt. Es gibt ganz sicher bessere Ansprechpartner, als eine Erstgebärende, um solchen Balast abzuladen. Man tut, in meinen Augen, niemendem einen gefallen wenn man ihm so einen schonungslosen Blick auf die Realität gewährt, die manchmal sehr grausam sein kann, ohne Frage. Ich weiss auch nicht ob das etwas mit Information zutun hat, für mich eher nicht.
    Aufklärung sieht anders aus. Ich war mir bei meiner ersten Schwangerschaft bewusst, dass Risiken bestehen. Man kann sich da sehr genau informieren.Ich habe das aber auch bewusst von mir weggehalten. Was hätte es genützt wenn ich nur noch in Angst gelebt hätte. Ich möchte niemendem zu Nahe treten, aber ich denke nicht dass man sich auf solch einen Horror vorbereiten kann. Wenn es soweit ist, muss man sich lang genug damit auseinander setzten.
    Schön, dass du da warst und sie mit deinem Schatz an positiven Erfahrungen etwas aufmuntern konntest, die Wage halten konntest sozusagen.
    Liebe Grüsse
    Nathalie

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  21. oh maria du sprichst mir aus der seele. ich versuche im kurs usw. immer ganz viel positive einstellung und erfahrung rüber zu bringen und mut zu machen....ohne alles in rosa wolken zu sehen. gute hoffnung ist doch das wichtigste was schwanger brauchen! ich fühle mich auch guter hoffnung, auch wenn ich zuletzt im schuhgeschäft so angesprochen wurde:"ach, wann ist es denn soweit? meine tochter hatte gerade eine totgeburt in der 34. woche...." äh, schrecklich, furchtbar, ich weiß dass es sowas gibt aber nein danke, solche geschichten brauche ich jetzt nicht! schwangere grüße!!!

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  22. Es ist so gut, dass Du es aufgeschrieben hast. Mir wurde in der ersten Schwangerschaft auch von einer 3-fach-Mama sehr Angst gemacht.....(ich war damals erst 17 Jahre alt)
    Jetzt nach fünf Kindern, und mit meinen Erfahrungen würde ich mich einmischen, wenn ich so eine Geschichte mitkriegen würde.
    Nein, ich würde nicht von rosa-Wölkchen erzählen, aber mit Gespür und mit der Aussage: "Es ist eigentlich gar nicht zu beschreiben, es ist das Grösste, das Unerwarteste, das Zauberhafteste das man als Frau erleben kann...es ist sehr mächtig, und ... leider auch manchmal mit Erfahrungen verbunden, die weh tun. Und doch ist es immerwieder ein Anfang .... alle werdenden Mamas dürfen auf sich selber vertrauen, Ihr schafft das!"
    alles Liebe
    Elisabeth

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  23. oh, das hab ich ja noch gar nicht mitbekommen, dass da wieder was unterwegs ist bei euch! :)
    ich gratuliere von herzen! ... und wenn ich mit gestrickten schühchen eine freude machen kann, dann gib doch bitte bescheid! :)

    liebe grüße,
    sarah.

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  24. Liebe Maria,

    heute früh musste ich an deinen diesen Post denken. Ich nahm ein weißes Shirt mit schwarzen dünnen Linien drauf aus dem Kasten, auf das ich vor Jahren mal zwei Anker gemalt hatte. Ich freute mich, dass es so gut zur neuen weißen Leinenhose passt. Und dann schau ich in den Spiegel und sehe auf meinem Babybauch den großen Anker ... da musste ich lachen .. in guter Hoffnung mit Anker am Babybauch! Fast ein wenig kitschig, aber ich hab mich gefreut! Und ich bin guter Hoffnung! Ich höre auf meinen Bauch, konzentriere mich auf mein Bauchgefühl - das mir auch in Momenten, wo mein Kopf vielleicht etwas zweifelt oder eine kleine Sorge aufkeimt, sagt, dass alles gut ist und bleibt!
    Gute Nacht, Selina

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  25. Du hättest ruhig einschreiten können oder sollen (dann bei einem eventuellen nächsten Mal vielleicht). Es geht nicht, dass eine ihr Herz erleichtert und damit mehrere andere beunruhigt und traurig macht, erst recht nicht bei einer, die ihr erstes Kind erwartet.

    Bei dir bin ich ganz sicher, dass alles wunderbar verlaufen wird. Du hast es mit den Zwillingen geschafft und mit deiner 'großen' Tochter und es wird auch diesmal alles gut verlaufen. Sicher, ein bisschen Sorgen macht man sich immer, aber ich weiß, dass viele an dich denken und dir positive Gedanken schicken.
    LG, April

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